Indigener Widerstand im ecuadorianischen Amazonasgebiet

Bereits zum dritten Mal ist die indigene Aktivistin Patricia Gualinga aus Amazonien über Pfingsten bei Pachamama Connexion e.V. in Marburg. So vertiefen wir unsere Verbundenheit und Zusammenarbeit mit ihr, ihrer Gemeinschaft und den indigenen Frauen, die sich im Amazonasgebiet zusammen geschlossen haben. Patricia kommt aus der Kichwa-Gemeinschaft Sarayaku im ecuadorianischen Amazonasgebiet. In ihrem Widerstand gegen die Ausbeutung von Öl in ihrem Gebiet verteidigt das im Bundesstaat Pastaza, tief im Regenwald gelegene Sarayaku seit Jahrzehnten erfolgreich Menschen- und Naturrechte gegen zerstörerische Eingriffe durch Ölkonzerne. Sarayaku verwirklicht seine eigenen Entwicklungsvorstellungen in Weisheit und Verbundenheit mit der Mitwelt und vernetzt sich weltweit für eine regenerative Zukunft. Patricia engagiert sich besonders für den Widerstand der Frauen Amazoniens.

 

Vortrag
„Indigener Widerstand“ von Patricia Gualinga''

Am Samstag, 8. Juni 2019 wird die indigene Aktivistin Patricia Gualinga aus Ecuador Patricia Gualinga ab 14 Uhr einen Erd-Charta Vortrag zum indigenen Widerstand im Amazonasgebiet halten. Er findet im Rahmen des „Festival Latinoamericano“ im Café Trauma im G-Werk, Afföllerwiesen 3a in Marburg (Nähe Bahnhof) statt.

Patricia Gualinga ist Sprecherin der Frauen Amazoniens und kommt aus der Gemeinschaft Sarayaku im ecuadorianischen Amazonasgebiet, die im Widerstand gegen die Ausbeutung von Öl in ihrem Gebiet wegweisend für eine gerechte, ökologische, demokratische und nachhaltige Weltgemeinschaft unterwegs ist. Der Widerstand Sarayakus illustriert die Wichtigkeit des Erd-Charta Grundsatzes 12 b: „Das Recht indigener Völker auf eigene Spiritualität, Kenntnisse, Ländereien und Ressourcen und ihren damit verbundenen nachhaltigen Lebensstil bestätigen“. Patricia, die auch als Sprecherin der indigenen Gruppen bei UN-Konferenzen präsent ist, zeugt auch von den Zusammenhängen zwischen Menschenrechtsverletzungen, Klimawandel, Ressourcenausbeutung, Frieden und Gerechtigkeit. Wichtig ist es ihr und ihrer Gemeinschaft, nicht nur die Ölförderung abzulehnen, die die Zerstörung ihres Waldes, ihrer Kultur, ihrer Gesundheit und ihrer Lebensgrundlagen zufolge hätte. Vielmehr berichtet sie auch, welche Vorstellungen von Entwicklung die Indigenen selbst haben, und was sie bereits an sozio-ökonomischen Strukturen aufgebaut haben, die im Einklang mit der Erd-Charta Ethik stehen.

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