Herzliche Einladung für Sonntag, 10.11.2019 von 15 bis 20 Uhr im Q, Pilgrimstein 26-28, Marburg


Fest der Verbundenheit zur Vernissage unserer Ausstellung (10. bis 26. November) und Auftakt unserer Veranstaltungen in dieser Zeit

Wir laden Euch herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Territorio, Vida y Paz” zur indigenen Bewegung in Lateinamerika ein!

An diesem Sonntag, 10.11. feiern wir ab 15 Uhr mit Begegnungen, Stimmen zur Ausstellung und Inspirationen aus aktuellen Projekten, live Musik, einem Dialograum zur Kosmologie der indigenen Bewegung, einer Führung durch die Ausstellung, einem Vortrag zu “Indigenismus in Marburg”, Kreativität und – uns, Euch und Dir….

Komm und sieh selbst!

Weitere Ausstellungsführungen: dienstags 18 Uhr mit Maria A.Tascón

Offenes Café (mit Acient Food und Ethno-Basic-Music): Vom 10. bis 26. November montags, dienstags, donnerstags von 17 bis 21 Uhr mit Arepas, Kaffee aus Kolumbien und Radio-Interventionen von Basic-Music

Worum es gehen kann:
Die indigenen Gemeinschaften in Abya Yala sind nicht nur als erste und direkt von den Folgen des Klimawandels und der Ressourcenausbeutung betroffen. Sie sind wichtige Akteure des notwendigen globalen Wandels. Was sind ihre Botschaften? Wie werden indigene Stimmen überhaupt gehört – in der globalen Klimabewegung, hier in Marburg, den diversen Initiativen der Zivilgesellschaften und innerhalb der internationalen Staatengemeinschaft? Wie wollen wir Zusammenarbeit auf gleicher Augenhöhe aufbauen?

Die indigenen Gemeinschaften und ihre Bewegung verteidigen das Leben und die Erde seit mehr als 500 Jahren vor zerstörerischen Entwicklung. Die Weisheit dieser Bewegung wahrnehmen zu können und enge eurozentrische Lebensstile und Sichtweisen zu überwinden, kann uns in eine neue Zeit der Menschheitsgeschichte hinein inspirieren. Welche sind die Antworten, die Du finden möchtest?

Die Ausstellung und die in dieser Zeit stattfinden Veranstaltungen zeugen von Beispielen und Formen des Widerstandes, indigenen Entwicklungsvorstellungen und -projekten, Geschichte(n), bewegten Momenten, Akteuren und Kosmologien der Pueblos Originarios – mit Beispielen von unserer Partnerorganisation der indigenen Gemeinschaft Nasa in Kolumbien und verschiedenen Orten Lateinamerikas …

In Kooperation mit Gruppen in Marburg und Lateinamerika laden wir Euch ein, dabei zu sein und Euch bewegen und berühren zu lassen!

Die Ausstellung und alle Veranstaltungen sind kostenfrei zu besuchen.
Wir danken der Stadt Marburg, Brot für die Welt, dem Katholischen Fonds und dem Land Hessen für die finanzielle Unterstützung.

Begleitprogramm zur Ausstellung: Flyer mit Programmüberblick

Montag, 11.11.2019 19 Uhr: Kichwa Bewegung. Ecuador aktuell: Streik in Ecuador. Die Indigenen und der soziale Widerstand im Kontext des Kürzungspakets. Neoliberale Wirtschaftsmaßnahmen der Regierung – mit Paz Acosta und Yannik Eichenlaub & online: Helena Gualinga, indigene Aktivistin aus Sarayaku im ecuadorianischen Amazonasgebiet und Luis Corral, politischer Aktivist aus Quito.

Dienstag, 12.11.2019
18 Uhr:
Führung durch die Ausstellung zur indigenen Bewegung in Lateinamerika mit Maria A.Tascón
19 Uhr: Ashaninka Bewegung. Brasilien aktuell
Erd-Charta Vertiefungsworkshop: Ashaninka am Fluss Armonia und ihre Projekte im brasilianischen Amazonasgebiet mit Eliane Fernandes. Moderation: Kerstin Veigt.
Die brasilianische Ethnologin und Menschenrechtlerin Eliane Fernandes Ferreira aus Hamburg arbeitet seit 2004 mit den Ashaninka-Indigenen vom Fluss Amonia in Brasilien. Sie schildert die aktuelle Lage der Indigenen Brasiliens und den Kampf der Ashaninka um ihre Rechte und den Schutz ihres Territoriums.
Der Workshop zeigt auf, wie Projekte im Sinne der Erd-Charta ganzheitlich und die verschiedenen Aspekte nachhaltiger Entwicklung berücksichtigend, umgesetzt werden können. Denn die Ashaninka gelten als Vorreiter im Naturschutz und haben verschiedene Projekte innerhalb und außerhalb ihres Territoriums. Gemeinsam mit den benachbarten
Gruppen versuchen sie, wirtschaftliche Alternativen in Einklang mit der Natur für die Region zu finden, damit der Urwald geschützt wird. So tragen sie zum Schutz der biologischen Vielfalt der Region bei und bekämpfen Aktivitäten wie illegale Abholzung, Jagd und Fischerei und die Zunahme von Viehzucht, die zur Zerstörung des Urwaldes führen.
In Kooperation mit der Erd-Charta Koordination

Donnerstag, 14.11.2019
19 Uhr: Workshop “La Escencia del Color”: Farben, Pflanzen und wir” mit Juan Carchi und Jule Seibel
22 Uhr: Perreo Consciente: Somos la Resistencia
In Kooperation mit La Pachangona

Montag, 18.11.2019
19 Uhr: Mapuche Bewegung. Chile aktuell. Film und Gespräch
Filmvorführung “Newe Mapuche” (125min)- ein Film von Elena Varela López. Spanisch mit Einleitung auf Deutsch. Abschließendes Gespräch mit Cristel Bauer und der Filmemacherin, die online für ein Gespräch präsent ist. Aktuell:Ausnahmezustand in der Hauptstadt und Militäreinsätze gegen Schüler*innen-Proteste.

Dienstag, 19.11.209
18 Uhr: Führung durch die Ausstellung zur indigenen Bewegung in Lateinamerika mit Maria A.Tascón
19 Uhr: Vertiefungsworkshop Wasser! Weltweite Erfahrungen aus der Entwicklungszusammenarbeit – im Gespräch mit Ruger Winnege, Koordinator des CICD (Centre for International Capacity Development), Universität Siegen.

Donnerstag, 21.11.2019
19 Uhr: Nasa Bewegung.Kolumbien aktuell.
Die letzten Wendungen in Kolumbien.
Cultura de Violencia y exceso de formalismos. Interaktiver Vortrag mit Maria A.Tascón und Felipe Tenorio-Obando & online: Jorge Milton Conda. Indigener Aktivist der Nasa Gemeinschaft 22 Uhr: Fiesta por la vida mit Q ́uwa – Hybrid (Live DJ)

Dienstag, 26.11. 2019
16 Uhr: Vision.Aktion.Ethik. Ein Erd-Charta Workshop mit Sara Mierzwa im Rahmen vom Fest der Verbundenheit. Finissage der Ausstellung von Pachamama Connexion e.V. über die indigene Bewegung in Lateinamerika.
Was gibt uns Hoffnung? Was motiviert uns, uns für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen? Was sind unsere Visionen für die Zukunft? Wie sind wir mit unserer Mitwelt und Menschen in Lateinamerika verbunden? Und: Was ist die Erd Charta? Wie ist ihr Ansatz und was hat sie mit indigenen Bewegungen zu tun? Diese Fragen stellen wir uns
am 26.11. von 16 bis 18 Uhr bei diesem zweistündigen Erd-Charta-Workshop. Wir lernen den globalen Menschen- und Umweltrechte Text kennen und setzen uns dazu mit unserem eigenen Leben in Bezug.
Sara Mierzwa ist Erd-Charta Botschafterin und lebt in Darmstadt. Sie hat
Politikwissenschaften studiert und ist Journalistin. Momentan arbeitet sie an einer Berufsschule für Erzieherinnen und unterrichtet Musik und Bewegung, Umwelt und Spiel.
In Kooperation mit der Erd-Charta Koordination
18 Uhr: Führung durch die Ausstellung & Comida Comunitaria. Leckeres aus Lateinamerika
19 Uhr: Fest der Verbundenheit zur Finissage der Ausstellung. Moderiert von Paz Acosta und Maria A.Tascón, mit musikalischer Begleitung von Sara Mierzwa (Harfe).
Online-Gespräch mit Vertreter*innen der indigenen Bewegung in Kolumbien und Ecuador:

  • Congreso de los Pueblos, Kolumbien
  • Colectivo Cuerpo y Territorio, Ecuador
  • Pueblo Originario de Sarayaku, Ecuador
  • Nasa-Gemeinschaft, Kolumbien

Hier geht ́s zur Übersicht über das gesamte Programm: