Lernen ist Leben“

Wir haben das Projekt „Lernen ist Leben“ konzipiert, um Möglichkeiten zu erforschen, welche Bildung jenseits der allgegenwärtigen Verwertungs-, Einheits- und Wachstumslogik neu definieren und dabei auch die indigenen Wertesysteme integrieren. Wir sind ein interdisziplinäres Team aus verschiedenen Lebens- und Kulturzusammenhängen (Peru, Kolumbien und Deutschland) und legen großen Wert darauf, Vielfalt in unserer Zusammenarbeit zu respektieren und zu fördern.

Zentrales Anliegen ist und war, die tiefgreifenden Reflexionsprozesse zur Geschichte und Gegenwart der Beziehungen zwischen Europa und Lateinamerika zu ermöglichen und darüber hinaus konkrete Ansätze zu implementieren, die die Weltsichten und Realitäten der Völker beider Kontinente gleichberechtigt miteinbeziehen. In unserem Bildungsprozess ist Gleichberechtigung von großer Bedeutung, weil wir der Überzeugung sind, dass in einer Begegnung auf Augenhöhe der wissenschaftlich-technologischen Erkenntnisse Europas und der indigenen Naturweisheiten der Urvölker Lateinamerikas ein großes Potential liegt. Wir wollen unsere Vorstellung von Entwicklung hinterfragen und neue deuten, basierend auf den vielfältigen Weisheiten beider Völker. Dabei war unsere Motivation, die Entstehung von gemeinsamen Lebensentwürfen zu fördern, die ganzheitlich zur nachhaltigen Entwicklung „glokal“ (global und lokal) beitragen.

Ziele:

  • Der eigenen Perspektive (Weltsicht) bewusst werden
  • Einflüsse der größeren gesellschaftlichen Zusammenhänge in unserem alltäglichen Leben erkennen
  • Möglichkeiten zum Perspektivenwechsel kreieren
  • Das „Hier und Jetzt“ der Geschichte wahrnehmen und deuten können
  • Kritische Auseinandersetzung mit den bestehenden gesellschaftlichen Strukturen in Europa fördern
  • Persönliche und gruppenbezogene Wandlungsprozesse mit Hilfe von Elementen der Tiefenökologie fördern und begleiten
  • Aufarbeitung von Verletzungen, welche die Beziehung zwischen den Kontinenten prägen und ihnen schaden, auf persönlichen und gemeinschaftlichen Ebenen
  • Die Beziehung zwischen Europa und Lateinamerika durch das gleichberechtigte Miteinbeziehen beider Weltsichten, reflektieren
  • Berührungs-, Anstoß- und Anknüpfungsmöglichkeiten in den Beziehungen kreativ erforschen
  • Neue Vorstellungen, Perspektiven und kreative Ideen entfalten, die das Erhalten der Natur-Kulturellen Vielfalt fördern

Methodologischer Ansatz

Wir streben einen erlebnisbezogenen Ansatz an, der für konkrete und vielseitige Umsetzungsmöglichkeiten in der alltäglichen Lebenswelt sorgt und neue Perspektiven für aktives Handeln und Engagement eröffnet. Verschiedene ReferentInnen/ExpertInnen haben uns als Gäste unterstützt, die zu bestimmten Themen besondere Erfahrung und fachliches Wissen mitgebracht haben. Das Kernteam hat den Gruppen- und Reflexionsprozess im Laufe des gesamten Prozesses mitgestaltet und wir haben versucht, die Verschiedenheit der kulturellen Einflüsse zu berücksichtigen, sodass die Schlussfolgerungen, die aus unserem Prozess entstanden sind, für Menschen aller kulturellen Hintergründe verständlich waren und sind.

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